Weine aus Argentinien

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  1. Malbec Reserva
    2019
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    2020
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    2012
    2012
    Los Toneles Gran Tonel 137 Malbec Reserva
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Wie alles begann – Die Geschichte des Weinbaus in Argentinien

Argentinien – ein raues Land, das politisch und wirtschaftlich im Laufe seiner Geschichte schon Einiges erlebt hat. Auch im Weinbau ging es in diesem Land drunter und drüber. Heute findet der Weinbau auf ca. 220.000 Hektar Rebfläche, hauptsächlich im westlichen Landesteil, statt. In einer mittlerweile 500jährigen Weinbaugeschichte ist Argentinien heute, mit einer produzierten Menge von ca. 14 Mio. Hektolitern jährlich, der größte Weinproduzent Südamerikas.

Noch immer werden zumeist Massenweine produziert, die dem heimischen Markt vorbehalten sind – allerdings findet langsam eine Veränderung statt. Einige finanzstarke Unternehmen investieren in den Weinbau und stoßen so die Steigerung der Weinqualität an – ganz langsam!

Der Hauptweinanbau findet erhöht am Fuße der Anden statt. Hier ist die Tageshitze weniger ausgeprägt und ein Großteil der Böden ist tiefgründig und fruchtbar. Dennoch geht es nicht ohne künstliche Bewässerung, da die Niederschlagsmenge in Argentinien einfach nicht ausreicht.

Eine Besonderheit im argentinischen Weinbau ist, dass der überwiegende Teil der Reben noch aus wurzelechten Rebstöcken besteht. Die Reblausplage des 19. Jahrhunderts erreichte Südamerika nicht. Allerdings macht es die Tröpfchenbewässerung nötig, dass die Reben heute auf resistente Wurzeln aufgepfropft werden, da diese Bewässerungsform die Anfälligkeit für die Reblaus fördert.

Von damals bis heute – Die Entwicklung des Weinbaus

Als Einwanderer aus Frankreich und Spanien im 16. Jahrhundert das Land besiedelten, kam auch der spanische Priester und Missionar Juan Cidrón nach Argentinien. Er gilt bis heute als erster Weinbauer des Landes, denn er pflanzte rund um seine Kirche Rebstöcke an, um seinen eigenen Messwein zu produzieren. Jahre später legte er zusammen mit Juan Jufré den ersten Weinberg Argentiniens in Mendoza-Stadt an.

In den ersten 200 Jahren stieg die Anzahl der Weinberge auf 100. Die günstigsten Bedingungen für die Reben herrscht in den Ausläufern der Anden. Für die notwendige Bewässerung der Rebstöcke leisteten die Inka wertvolle Vorarbeit, denn bereits damals hatten die Ureinwohner ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem und verstanden es hervorragend, den fruchtbaren Boden urbar zu machen.

Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Weinhandel mit der 1.000 km entfernt liegenden Stadt Buenos Aires. Eine zweite Einwanderungswelle Anfang des 19. Jahrhunderts bewirkte einen Aufschwung im argentinischen Weinbau. Noch verstärkt wurde dieser, als die Briten die Eisenbahnlinie nach Buenos Aires fertig stellten und somit den Transport von Waren vereinfachten. Der steigende Absatz verlangte immer größere Weinmengen – viel Menge, wenig Qualität. Der Hauptteil bestand aus einfachen Tafelweinen, die robust genug waren, die langen Transportwege so zu überstehen, dass sie am Ziel noch trinkbar waren.

Vergrößerter Aufwand in der Bürokratie und die ansteigende Korruption im Land brachten bald darauf mehr und mehr Probleme und Argentiniens Wirtschaft befand sich im Abschwung. Da die einfachen Tafelweine hauptsächlich als Alltagsweine im Inland konsumiert wurden und die Absätze nach und nach einbrachen, konnte die große Überproduktion nicht mehr verkauft werden.

Seit Mitte der 1980er Jahre wird argentinischer Wein in andere Länder exportiert. Die riesigen Rebflächen wurden reduziert um die Qualitäten zu steigern. Ein besonderes Augenmerk legen die argentinischen Winzer hierbei auf die Rebsorte „Malbec“, der die Hauptrebsorte des Landes wurde. Hier gibt es mittlerweile einige wenige sehr gute Qualitätsweine, die auch dem europäischen Gaumen schmecken.

Die Regionen und ihre Bedeutung

Die Weinanbaugebiete Argentiniens teilen sich auf in Großregionen, die wiederum in Provinzen unterteilt sind.

Großregion Cuyo:

Die Großregion Cuyo befindet sich im zentralen Westen Argentiniens und teilt sich auf in die vier Provinzen Mendoza, San Juan, San Luis und La Rioja.

Mendoza ist das größte und wichtigste Anbaugebiet Argentiniens. Hier werden auf ca. 155.000 Hektar etwa 70 % der gesamten Weinmenge des Landes angebaut. Die Landschaft in dieser Provinz besteht größtenteils aus Trockensteppe, unterbrochen durch Sandwüsten. Mit warmen Sommern und trockenen, kalten Wintern herrscht hier ein trocken-sonniges kontinentales Klima mit 300 Sonnentagen im Jahr. Die Temperaturen zwischen Tag und Nacht sind großen Schwankungen unterlegen.

Die Weinfelder in Mendoza befinden sich meistens in der Nähe größerer Flüsse (Rio Atuel, Rio Diamante, Rio Tunuyan), die das Schmelzwasser aus den Anden in die Ebenen transportieren. Gerade hier in Mendoza sind die Weinproduzenten sehr bemüht die Qualitäten der Weine zu steigern und den Export anzukurbeln. Gelungen ist ihnen dies bereits beim „Cepas de America – Malbec“ und „Malbec Reserva“.

Umgeben von La Rioja, San Luis, Mendoza und Chile liegt San Juan, das mit einem Anteil von 22 % an der Gesamt-Rebfläche und ca. 48.000 Hektar unter Reben ebenfalls zu den bedeutenden Weinbau-Provinzen gehört und sogar an zweiter Stelle liegt. Hier ist es noch heißer und trockener als in Mendoza und es fällt nur sehr wenig Niederschlag. Die Bewässerung der Rebflächen durch Flüsse und tiefe Brunnen ist unumgänglich. Produziert werden hauptsächlich preiswerte Landweine für den heimischen Markt aus den ertragreichen Sorten Criolla Grande, Criolla Chica und Cereza. Den Sprung zu qualitativ hochwertigeren Weinen hat San Juan bisher noch nicht geschafft.

Außer Trauben für die Weinproduktion werden hier noch Tafeltrauben und Trockentrauben produziert. Minderwertigere Weine werden zur Gewinnung von Traubenmost-Konzentrat verwendet, da die Trauben sehr hohe Oechsle-Grade aufweisen. Außerdem liefert San Juan große Mengen an Grundweinen für Wermut und Branntwein, alkoholreiche Verschnittweine und gespritete Likörweine. Aus dieser Provinz stammt die Traubensorte „Torrontés Sanjuanino“.

La Rioja grenzt mit seinen ca. 8.500 Hektar Rebfläche an Chile und die Provinzen Catamarca, Còrdoba, San Luis und San Juan. La Rioja gilt als die älteste Weinbauregion Argentiniens. Das Klima ist hier im Allgemeinen sehr trocken, im Süden gibt es Wüsten und Salzpfannen. Der Weinbau konzentriert sich hier auf die bewässerten Täler der Sierra Pampeanas mit ihren trockenen Wintern und feuchten Sommern.

Die wichtigsten Sorten der Region sind Torrontés Riojano, Torrontès Sanjuanino und Muscat d`Alexandrie, die häufig zu lieblichen Weißweinen ausgebaut werden.

Die Provinz San Luis spielt bisher im argentinischen Weinbau keine nennenswerte Rolle.

Großregion Noroeste:

Die Großregion Noroeste mit seinen fünf Provinzen Catamarca, Jujuy, Salta, Santiago del Estero und Tucumàn liegt im Nordwesten Argentiniens.

Santiago del Estero gehörte einst zu den Wiegen des argentinischen Weinbaus, spielt heute jedoch keine Rolle mehr, genauso wie Tucumàn.

Jujuy besitzt einige extrem hoch gelegene Weinberge deren Resultate sehr vielversprechend sind.

Salta hat eine Rebfläche von ca. 2.000 Hektar und beginnt im Osten flach um Richtung Westen immer gebirgiger zu werden. Der Weinbau findet hauptsächlich an den Quellbächen und Nebenflüssen des Rio Bermejo statt, denn hier sind die fruchtbaren Täler mit tiefem, sandigen Boden, der eine gute Wasserdurchlässigkeit aufweist. Niederschläge fallen hier von Dezember bis Februar – und dann kurz und heftig. Trotzdem ist eine künstliche Bewässerung vonnöten. Markenzeichen der Weinprovinz sind die prämierten Weißweien aus der Torrontès Riojano – Traube.

Catamarca ist mit ca. 2.400 Hektar die größte Weinprovinz in der Region Cuyo. Neben Chile grenzt das Gebiet noch an die Provinzen Salta, Tucumàn, Santiago del Estero, Còrdoba und La Rioja. Bis auf der Grassteppe (Pampa) im Südosten ist Catamarca größtenteils gebirgig. Das Klima ist trocken und subtropisch, im Nordosten wächst ein subtropischer Regenwald. Weinfelder finden sich hauptsächlich um Tinogasta, die Landschaft ist geprägt von Weinfeldern und Olivenhainen. Außer Wein werden hier Rosinen, Trockenfrüchte und Oliven produziert.

Die Hauptanbausorten sind im Westen Torrontès Riojano, der sehr aromatische Weißweine bringt. Im Osten ist es der hellrote Cereza, der die Grundlage für roséfarbene Massenweine und Traubenmost-Konzentrate bildet.

Großregion Patagonia:

Diese Region besteht aus sechs Provinzen und nimmt fast den gesamten Süden des Landes ein.

Die größte Weinprovinz in Patagonia ist mit ca. 2.900 Hektar Rio Negro. Sie grenzt im Westen an Chile, im Südosten an den Atlantik und außerdem an die Provinzen Neuquèn, Mendoza, La Pampa, Buenos Aires und Chubut.

Die Landschaft der Provinz ist dreigeteilt: Patagonisches Schichtstufenland mit windigen Trockensteppen und weiten Flächen im Osten und Süden; gemäßigte Tallandschaften am Rio Negro und Rio Colorado im Norden. Der Südwesten ist feuchtkalt und beschreibt das niederschlagsreichste Gebiet Argentiniens.

Der kalkreiche Boden und das kühle Klima bringt gute Weißweine aus Torrontès Riojano und Semillon hervor.

In den letzten Jahren stagnierte die bewirtschaftete Rebfläche, da Investitionen ausblieben. Für die Zukunft sind die Prognosen allerdings vielversprechend, da finanzstarke Kellereien begonnen haben neue Versuchsweinberge in der Provinz anzulegen.

Rosiger sieht es in Neuquèn aus: Die Situation ist hier zwar ähnlich wie in Rio Negro, allerdings haben sich bereits finanzstarke Investoren eingebracht. In diesem Gebiet, das an Chile und die Provinzen Mendoza, Rio Negro und La Pampa grenzt, herrscht ein ähnliches Klima wie in Mitteleuropa, was für den Anbau von Qualitätsweinen passen würde. Die ca. 1.400 Hektar Rebfläche werden durch die Flüsse bewässert.

Aus Neuquèn stammen hervorragende Schaumweine und das Potential für gute Rotweine aus Merlot und Pinot Noir ist vorhanden. Die wichtigsten Rebsorten sind Malbec, Cabernet Sauvignon und Syrah.

Die Rebsorten: weiß oder rot?

Bei den angebauten Rebsorten überwiegen in Argentinien die Rotweinsorten – allen voran der Malbec. Außer für die Weinproduktion werden die Trauben auch als Tafeltrauben, Korinthen und Rosinen vermarktet.

Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die wichtigsten Traubensorten des Landes:

Rotwein:

Mendoza: ca. 22.500 Hektar, gute Lagerfähigkeit, meist im Barrique ausgebaut (z.B. Cepas de America Malbec – Mendoza / Los Toneles Gran Tonel 137 Malbec Reserva)

Bonarda: ca. 18.000 Hektar

Cabernet Sauvignon: ca. 17.000 Hektar – oft als Verschnittwein mit Malbec oder Syrah

Syrah: ca. 11.700 Hektar

Merlot: ca. 7.400 Hektar – als Verschnittpartner für Bordeaux-ähnliche Weine

Barbera: ca. 950 Hektar

Ferner: Tempranillo, Sangiovese, Tannat, Pinot Meunier, Zinfandel, Greco Nero, Cabernet Franc u. a.

Weißwein:

Torrontés Riojano: ca. 8.100 Hektar – ergibt frische, blumige Weine mit kräftigen Muskataromen

Chardonnay: ca. 5.200 Hektar – für Schaumwein; die Weine aus Chardonnay sind eher neutral, hier fehlt es noch an geeigneten Standorten, jedoch sind die Prognosen, was zukünftige Qualitäten angeht, hervorragend.

Chenin: ca. 3.100 Hektar – für Schaumwein oder als Verschnittpartner; Anzahl der Rebfläche fallend

Ugni Blanc: ca. 2.600 Hektar – war früher Massenware; wird heute vielfach durch hochwertige Sorten ersetzt

Ferner: Pedro Ximenez, Moscatel de Alejandria, Gibi, Semillon, Pinot Bianco, Moscato Giallo u. a.

Rosafarbene Sorten:

Rosafarbene Sorten sind eine Besonderheit in der Rebenwelt Argentiniens. Die Schalen dieser Trauben sind weder weiß, noch dunkelrot. In Europa werden diese Sorten der Farbe des Endproduktes (sprich: Roséwein) zugeordnet. 30 % der Gesamtrebfläche , das sind ca. 65.000 Hektar, sind mit diesen beliebten Sorten bestückt. Die Weine werden in Argentinien als Alltagsweine gehandelt und in großen Gebinden verkauft, oft recht süß.

Die wichtigsten Sorten sind: Criolla Grande, Criolla Chica und Cereza, die sehr ertragreich ist.

Ferner noch Bonamico, Criolla Mediana, Aramon, Garnacha, Canelon, Traminer aromatico, Greco Nero, Moscatel Rosado u. a.

Welche Qualitätsstufen gibt es in Argentinien?

1959 wurde in Argentinien das „Instituto Nacional de Vitivinicultura (INV)“ gegründet. Seine Aufgabe besteht darin, Richtlinien für den Qualitätsweinbau festzulegen und deren Einhaltung zu kontrollieren. Die anfänglich aufgestellten Richtlinien sind mittlerweile modernisiert worden und basieren heute auf den Herkunftsbezeichnungen.

Indicaciones de Procedencia (IP):

Diese Bezeichnung ist deckungsgleich mit der jeweiligen Provinz.

Indicaciones Geogràfica (IG):

Diese Bezeichnung orientiert sich an den „Departamentos“ einer Provinz.

Denominacion de Origen Controlada (DOC):

Für die Zertifizierung eines DOC-Gebietes müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein

  • Die Herstellung des Weines muss durchgängig auf traditionelle Weise erfolgen
  • Die Trauben müssen aus einer bestimmten geografischen Region stammen und in dieser muss der Wein auch hergestellt und teilweise gereift sein
  • Qualitätsstandards sind klar definiert; die Eigenschaften des Weines müssen annähernd gleichbleibend sein
  • Die Herstellung des Weine wird durch die Kontrollkommission streng überwacht und reguliert

Das erste DOC-Gebiet Argentiniens wurde Lujàn de Cuyo in Mendoza. Es folgten: Maipù, Rio Negro, San Rafael, Vallede und Calchaqui.

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