Weine von der Rhône

Die älteste Weinregion Frankreichs

Das Weinbaugebiet Rhône ist bereits seit der Römerzeit ein beliebtes und bekanntes Weinanbaugebiet und wohl das einzige französische Gebiet, dass klimatisch zweigeteilt ist. Im Norden mit seinen Steilhängen herrscht kontinental geprägtes Klima während das breite Tal im Süden vom Mittelmeer beeinflusst wird.

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Weinanbaugebiet Rhône

Das Weinanbaugebiet Rhône gilt als die älteste Weinregion Frankreich – hier wird bereits seit der Römerzeit Weinbau betrieben. In dem Gebiet, in dem sich die Rhône zwischen den Alpenausläufern und dem Zentralmassiv ihren Weg bahnt, wachsen auf ca. 69.000 Hektar die Reben für ca. 2,5 Mio. Hektoliter Rot-, Weiß- und Roséwein.

Klimatisch – und auch von der Bodenbeschaffenheit her ist das Weingebiet Rhône eingeteilt in den Norden und den Süden.

Norden: Im Norden besteht der Boden größtenteils aus vulkanischem Granit, dem eine gute Drainage-Eigenschaft zugesprochen wird. Die Reben wachsen überwiegend an Steilhängen, was sie vor Frost bewahrt. Das Klima ist hier noch kontinental, auch wenn die mediterranen Einflüsse nicht zu leugnen sind. Es herrschen kühle, trockene Nordwinde und die Sommer sind warm und trocken. Durch die Gegebenheiten der Landschaft gibt es in diesem Gebiet viele kleine Mikroklimata, die für die nachfolgenden Rebsorten perfekt sind: Syrah, Cinsault, Mourvèdre als Rotweinreben und an Weißwein hauptsächlich Viognier, Marsanne Blanche und Roussanne.

Süden: Der Süden ist ein breites Tal mit Böden aus Kalkstein, Sand und Lehm, durchzogen mit Steinen, die die Drainagefähigkeit gewährleisten und die Wärme des Tages in sich aufnehmen und speichern. Obwohl hier gelegentlich ein kalter Nordwind herrscht, ist das Klima deutlich mediterraner als im nördlichen Rhônetal. Die Hauptrotweinsorten sind: Grenache, Mourvèdre, Cinsault, Syrah und Carignan, die meist als Cuvées ausgebaut werden. An Weißweinsorten finden sich Grenache Blanc, Bourboulenc, Piquepoul Blanc, Clairette Blanche und Picardou.

Welche Rebsorten sind für die Qualitätsweinproduktion zugelassen?

Rotweinsorten:

Grenache: Grenache Noir ist die wichtigste Rotweinsorte im südlichen Rhônetal. Sie ergibt würzige Weine mit Aromen nach dunklen Früchten. Meist sind die Wein alkoholhaltiger, dafür aber mit geringem Säureanteil.

Syrah: Im Norden ergibt die Syrah-Traube tiefdunkle, aromatische Weine mit feinen Aromen nach Cassis. Die Weine sind elegant und haben ein gutes Alterungspotenzial.

Mourvèdre: Sie wächst eher im südlichen Teil, da sie spät reift und dafür viel Wärme benötigt. Dann jedoch ergibt sie schwere, intensive und tanninreiche Rotweine mit gutem Alterungspotenzial.

Carignan, Cinsault, Caunoise: Diese Sorten werden nur in geringen Mengen kultiviert und vorwiegend als Verschnittpartner ausgebaut.

Muscardin: Obwohl der Muscardin einer der Grundweine für den Châteauneuf-du-Pape ist, wird er in nur geringen Mengen angebaut.

Brun Argenté: Diese Sorte ähnelt sehr dem Syrah. Durch den Verschnitt mit Grenache gewinnt der fertige Wein an Finesse und Struktur.

Piquepoul Noir: Durch seine blumigen, fruchtigen Aromen ist diese Sorte als Verschnittpartner beliebt und verleiht seinen Partnern eine gute Struktur, z.B. Châteauneuf-du-Pape und Côtes du Rhône.

Terret Noir: Diese Sorte ergibt leichte, angenehm zu trinkende Weine, ist jedoch bei den Konsumenten wenig gefragt.

Weißweinsorten:

Grenache Blanc: Hieraus werden kräftige Weine mit rundem Körper und langem Nachhall.

Clairette Blanche: Diese Weine sind sehr fein, mit blumigen Aromen.

Marsanne Blanche: Obwohl die Marsannetraube körperreiche und duftige Weine mit wenig Säure und gutem Alterungspotenzial ergeben, werden sie meist als Verschnittpartner für Roussanne und Viognier verwendet.

Roussanne: Die Weine sind elegant und komplex, werden aber zusammen mit Marsanne noch voluminöser.

Bourboulenc: Ist der Wein aus dem Süden, dann ist er frisch und duftig. Die Säurewerte sind niedrig, ebenso der Alkoholgehalt.

Viognier: Im Norden des Rhônetals ist der Viognier die wichtigste weiße Rebsorte. Der junge Viognier-Wein hat ein duftiges, sommerliches Bukett, das mit der Reife immer umfangreicher wird und Aromen nach Pfirsich und Aprikose entwickelt.

Ugni Blanc: Zwar ist der Ugni Blanc für die Weinbrand-Produktion die wichtigste Sorte, spielt jedoch für den Weinbau an der Rhône keine Rolle.

Piquepoul Blanc: Diese Weine sind geschmacklich neutral, weisen jedoch eine prägnante Säurestruktur auf, was ihren Verschnittpartnern eine knackige Frische verleiht.

Welche Appellationen gibt es im Weinbaugebiet Val de Rhône?

Beginnen wir wieder im Norden und geben einige Informationen über die Appellationen.

  1. Côte-Rôtie: Ein kleines, ca. 270 Hektar großes AOP-Gebiet, das kraftvolle und differenzierte Rotweine hervorbringt. Die vorwiegenden Sorten sind Syrah (mind. 80 %) und die weiße Sorte Viognier (max. 20 %). Der Ausbau der Weine erfolgt in Eichenfässern in denen sie lange reifen müssen um harmonisch und abgerundet zu werden.
  2. Condrieu: Diese ca. 110 Hektar produzieren fast ausschließlich AOP-Weine aus Viognier. Die Weine sind frisch und duftig, mit einem Bukett nach Pfirsich, Aprikose und Veilchen und sind für den jungen Genuss gemacht.
  3. Château-Grillet: Dieses ca. 3,8 Hektar große AOP-Gebiet gehört nur einem einzigen Eigentümer, der sich auf Weißwein aus Viognier spezialisiert hat. Die Weine duften nach Honig, Pfirsich und Quitte und haben einen frischen und intensiven Geschmack.
  4. Saint-Joseph: Diese AOP-Region gehört mit seinen ca. 1.100 Hektar zu den größeren Gebieten. Die ca. 40.000 Hektoliter Wein, die hier produziert werden, bestehen zu 90 % aus Rotwein. Dieser besteht überwiegend aus Syrah, dem max. 10 % Weißwein zugeführt werden darf. Die Weine sind mittelschwer und haben eine feine Fruchtigkeit. Die Weißweine aus Marsanne und Roussanne machen nur etwa 10 % der Produktion aus.
  5. Crozes-Hermitage: Mit ca. 1.500 Hektar und einer produzierten Jahresmenge von ca. 63.000 Hektolitern ist diesen AOP-Gebiet das größte im nördlichen Rhônetal. Auch hier werden überwiegend Rotweine aus Syrah, die max. 15 % Weißwein enthalten dürfen, produziert. Weißweine aus Marsanne und Roussanne machen nur ca. 8 % der Gesamtmenge aus.
  6. Hermitage: In diesem nur ca. 150 Hektar großen AOP-Gebiet entsteht einer der berühmtesten Weine Frankreichs. Die Rot- und Weißweine dieser Region sind gleichwohl beliebt. Die Rotweine aus Syrah sind würzig und vollmundig und haben viel Kraft im Geschmack. Sie haben ein langes Alterungspotenzial und werden traditionell im Holzfass ausgebaut. Die aromatischen Weißweine aus Marsanne und Roussanne haben einen vollen Körper und viel Finesse im Geschmack. Die wichtigsten Einzellagen dieses Gebieten sind: Les Bessards, Le Méal, L`Hermite, Les Greffieux, Rocoule und Les Murets.
  7. Cornas: Diese ca. 130 Hektar AOP-Weinberge sind ausschließlich mit Syrah bestückt. Die Weine, die nicht als AOP-Weine vermarktet werden, werden als „Côtes du Rhône“ verkauft.
  8. Saint-Péray: Nur ca. 65 Hektar, die überwiegend mit Weißweinen bestückt sind. Die AOP-Weine werden aus Marsanne Blanche und Roussanne gekeltert. Ca. 60 % werden zu Schaumweinen verarbeitet, die zu den Besten ganz Frankreichs gehören.
  9. Clairette de Die: Ein AOP-Gebiet, dass sich der traditionellen Produktion von Schaumweinen aus Clairette Blanche und Muscat blanc à petits grains (Anteil mind. 75 %) verschrieben hat.
  10. Crémant de Die: Hier wird AOP-Schaumwein in klassischer Flaschengärung hergestellt- ausschließlich aus Clairette Blanche.
  11. Coteaux de Die: Eine ganz junge AOP-Appellation auf nur ca. 7 Hektar, die ausschließlich Clairette Blanche anbaut.
  12. Châtillon-en-Diois: Ein ca. 65 Hektar großes AOP-Gebiet, das Weißwein aus Chardonnay und Aligoté und Rotwein aus Gamay, Syrah und Pinot Noir produziert.
  13. Côtes du Rhône: Dieses AOP-Gebiet ist sicherlich mit das Bekannteste der Rhône. Auf ca. 49.000 Hektar werden hier zu 97 % Rot-und Roséweine angebaut, wobei die Hauptsorte Grenache Noir ist. Als Nebensorten fungieren Mourvèdre und Syrah. Carignan, Cinsault, Counoise, Clairette, Muscardin, Terret Noir und Vaccarèse werden in nur geringen Mengen angebaut. Die Weißweinsorten sind: Bourboulenc, Clairette Blanche, Grenache Blanc, Marsanne Blanche, Roussanne und Viognier. Piquepoul Blanc und Ugni Blanc gibt es nur in kleinen Mengen.

Auch der Süden kann mit einer Menge guter Appellationen aufwarten:

  1. Côtes du Rhône: Dieses Gebiet verbindet Nord und Süd und wird bereits in der Nr. 13 beschrieben. Als Wein aus dieser Region können wir den Colline Côtes du Rhône Rouge von der Domaine La Cabotte empfehlen.
  2. Côtes du Rhône Villages: Auf ca. 7.900 Hektar werden hier pro Jahr etwa 300.000 Hektoliter AOP-Wein produziert. Dabei ist „AOP“ auf 95 Gemeinden des Gebietes begrenzt. Allerdings gibt es hier eine Sonderregelung für einige Gemeinden: diese dürfen ihren Gemeindenamen der Bezeichnung „Côtes-du-Rhône-Villages“ folgen lassen. Die Rot-und Roséweine werden überwiegend aus Grenache (Mindestanteil 50 %), Syrah und Mourvèdre gewonnen, wobei der Anteil der Nebensorten 20 % nicht übersteigen darf. Dem Rosé dürfen max. 20 % Weißweinsorten zugefügt werden (z.B. Côtes du Rhône Massif d`Uchaux Garance von Domaine La Cabotte). Die Weißweinsorten bestehen aus Grenache Blanche, Clairette Blanche, Marsanne Blanche, Roussanne, Bourboulenc und Viognier.

Auch die Côtes-du-Rhône-Villages hat einige bemerkenswerte Einzelappellationen: Cairanne, Chusclan, Laudun-l`Ardoise, Massif d`Uchaux, Puyméras, Rasteau, Roaix, Rochegude, Rousset-les-Vignes, Sablet, Séguret, Saint-Gervais, Saint-Mauvice-sur-Eygues, Saint-Pantaléon-les-Vignes, Valréas und Visan.

  1. Grignan-les-Adhémar: Dieses ca. 2.600 Hektar große AOP-Gebiet hieß bis 2010 noch Coteaux du Tricastin. Hier werden zu 85 % mittelschwere, fruchtige Rot- und Roséweine aus Grenache Noir, Syrah, Carignan, Cinsault und Mourvèdre produziert. Die 15 % Weißwein werden immer als Cuvée gemacht, deren einzelner Sortenanteil 60 % nicht übersteigen darf. Ein sortenreiner Ausbau ist in diesem Gebiet nicht zugelassen. Die Weißweinsorten sind: Marsanne Blanche, Roussanne, Bourboulenc, Clairette Blanche, Grenache Blanc und Viognier.
  2. Côtes du Ventoux: Dieses ca. 7.700 Hektar große AOP-Gebiet bekam seinen Namen nach dem Berg Mont Ventoux. Zu 85 % werden hier mittelschwere fruchtige Rot- und Roséweine ausgebaut, deren Hauptsorten Grenache Noir, Syrah, Cinsault, Mourvèdre und zu max. 30 % Carignan sind. Als Nebensorten, die einen max. Anteil von 20 % haben dürfen, werden Piquepoul Noir, Counoise, Clairette Blanche, Bourboulenc, Grenache Blanc und Roussanne angebaut. Die Hauptweißweinsorten Clairette Blanche und Bourboulenc Blanc dürfen zu max. 30 % mit den Nebensorten Grenache Blanc und Roussanne vermischt werden.
  3. Côtes du Luberon: Hier werden ca. 170.000 Hektoliter AOP-Weine auf ca. 4.000 Hektar Rebfläche kultiviert, wobei auch hier der Löwenanteil (65 %) aus Rot- und Roséweinen besteht. Die Hauptsorten, deren Anteil mind. 60 % betragen muss, besteht aus Grenache und Syrah. Außerdem sind Mourvèdre, Carignan und Cinsault wichtige Sorten. Die Nebensorten dürfen nur einen max. Anteil von 10 % aufweisen: Counoise Noir, Piquepoul Noir, Gamay und Pinot Noir. Bei den Weißweinsorten darf der Einzelanteil an den Hauptsorten Grenache Blanc, Clairette Blanche, Bourboulenc, Ugni Blanc und Vermentino 50 % nicht übersteigen. Aufgefüllt wird hier (zu max. 20 %) mit Roussanne und Marsanne Blanche.
  4. Côtes du Vivarais: Bis in die 1950er Jahre wurden auf diesen ca. 650 Hektar nur einfache Tafelweine produziert, bis diese Region AOP-Gebiet wurde. Mittlerweile werden hier wunderbare Rotweine, hauptsächlich aus Grenache Noir (mind. 30 % Einzelanteil), Syrah (mind. 40 % Einzelanteil) und Cinsault hergestellt. Die Roséweine bestehen aus mindestens zwei der drei Sorten Syrah (mind. 25 %), Grenache oder Cinsault, wobei letztere einen Maximalanteil von 80 % nicht überschreiten dürfen. Die Weißweine sind aus zwei der drei Sorten Clairette Blanche, Grenache Blanc und Marsanne Blanche gekeltert. Auch hier darf der Einzelanteil einer Sorte 80 % nicht übersteigen.
  5. Coteaux de Pierrevert: Ein ca. 450 Hektar großes AOP-Gebiet rund um die Stadt Manosque, das die höchstgelegenen Weinberge Frankreichs beheimatet. Die Rotweine aus Grenache und Syrah (Einzelanteil mind. 30 %) sind fruchtig und aromatisch, mit einer kräftigen Säurestruktur. Die Nebensorten Carignan, Cinsault und Mourvèdre dürfen 30 % nicht übersteigen. Die Roséweie werden aus Grenache, Syrah, Carignan und Cinsault gewonnen und machen einen Anteil von 30 % der Gesamtproduktion des Gebietes aus. Nur etwa 10 % der Produktion besteht aus Weißweinen, die aus Grenache Blanc, Vermentino, Ugni Blanc, Clairette Blanche, Roussanne, Marsanne Blanche und Piquepoul Blanc gewonnen werden. Die Weißweine werden nicht sortenrein ausgebaut und müssen mindestens aus zwei Rebsorten bestehen, wobei der Anteil einer Sorte 70 % nicht übertreffen darf.
  6. Beaumes-de-Venise
  7. Châteauneu-du-Pape: Dieses ca. 3.200 Hektar große AOP-Gebiet ist eine eigenständige Appellation und gehört sicherlich zu den besten Rotweinerzeugern Frankreichs und ist deshalb auch weltweit berühmt. Das Klima in dieser Region ist trocken und heiß, der Mistral-Wind lässt nass gewordene Reben schnell wieder trocknen. Die Rotweine sind die wichtigsten Weine der Region, mit einenm Produktionsanteil von über 93 %. Sie weisen ein Bukett nach reifen Früchten auf, sind vollmundig und würzig, obwohl sie wenig Säure haben. Die wichtigste Rebsorte ist hier der Grenache Noir, mit einem Anteil von 70 %. Danach folgen Syrah, Mourvèdre, Cinsault, Counoise, Brun Argenté, Muscardin und Terret Noir. Die einzelnen Sorten werden auch einzeln vinifiziert und erst die fertigen Weine werden in eine Marriage zur Cuvée zusammengeführt. Die Lagerung erfolgt traditionell in Holzfässern, wo sie meist über Jahre, gelegentlich auch über Jahrzehnte, reifen können. Der geringe Anteil an Weißweinen aus Grenache Blanc, auch Clairette Blanche, Piquepoul Blanc, Bourboulenc, Oeillade Blanche und Roussanne wird immer trocken ausgebaut. Die Weine haben einen geringen Säureanteil, sind aber voluminös und besitzen ein feines Aromenspiel.
  8. Gigondas: Ca. 1.300 Hektar AOP-Gebiet im Departement Vaucluse, mit mediterranem Klima. Weißweine sucht man hier vergebens, denn hier werden fast ausschließlich Rotweine angebaut, die kräftig und wuchtig sind und sehr gut zu dunklen Fleischsorten, vorzugsweise Wild, passen. Der Anteil an Roséweinen ist minimal. Die Hauptrebsorte ist somit wieder der Grenache Noir, gefolgt von Syrah, Mourvèdre und Cinsault.
  9. Lirac: Nur ca. 650 Hektar AOP-Weinbau im Departement Garde. Die Rot- und Roséweine bestehen überwiegend aus Grenache Noir (mind. 40 %), Mourvèdre und Syrah (mind. 25 %). Die Nebensorten Cinsault und Carignan dürfen nur zu max. 10 % verwendet werden. Für Rosé wird zusätzlich noch der Clairette Rosé angebaut. Die Hauptweißweinsorten, die jeweils einen Anteil von max. 60 % betragen dürfen, sind Bourboulenc, Clairette Blanche und Grenache Blanc. Die Nebensorten (max. 30 %) sind Marsanne Blanche, Piquepoul Blanc, Roussanne, Ugni Blanc und Viognier. Während die Rotweine eine Lagerfähigkeit von einige Jahren haben, sollte die Rosé- und Weißweine jung genossen werden.
  10. Muscat de Beaumes-de-Venise: In diesem AOP-Gebiet wird fast ausschließlich ein französischer Likörwein aus der Muskatellerrebe Muscat blanc à petits grains gewonnen.
  11. Tavel: Ca. 950 Hektar sonnigstes AOP-Gebiet. Das ist die Weinregion Frankreichs mit den meisten Sonnenstunden aller Gebiete. Hier werden ausschließlich Roséweine produziert. Diese gehören zu den besten und teuersten in ganz Franreich! Gewonnen werden sie aus den Rebsorten Grenache, Cinsault, Syrah, Clairette Rosé, Piquepoul Blanc, Calitor, Bourboulenc, Mourvèdre und Carignan– und immer als Cuvée!
  12. Vacqueyras: Ca. 1.300 Hektar AOP-Region mit einem fast unaussprechlichen Namen, aber qualitativ auf einer Stufe mit Châteauneuf-du-Pape und Gigondas. Vacqueyras ist ein Rotwein- und Roségebiet (99 %), die Weißweine aus Grenache Blanc, Clairette Blanche, Bourboulenc, Roussanne, Marsanne Blanche und Viognier spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die Rotweinsorten sind Grenache (mind. 50 %), Syrah und Mourvèdre (beide mind. 20 %) und Cinsault (max. 10 %).
  13. Vinsobres: Diese ca. 1.400 Hektar Weinberge haben ihren AOP-Status nur für die Rotwein, die etwa 85 % der Rebflächen ausmachen. Gekeltert werden sie aus Grenache Noir (mind. 50 %) und Syrah sowie Mourvèdre (als Nebensorten mind. 25 %).

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