Blaufränkisch

Blaufränkisch Rotwein

Sprechen Sie das Wort „Blaufränkisch“ einmal so aus: rollen Sie das „r“ und ziehen Sie das „ä“ lang. Dann bekommt der Rebsortename so richtig den Wiener Schmäh und wir können gar nicht anders, als den Blaufränkisch in Österreich, genauer dem Burgenland, zu verorten. Aber nicht nur in Österreich ist diese Rebsorte beheimatet, sie ist noch in vielen anderen Ländern der Welt zuhause, z. B. in Ungarn sowie auch in Deutschland. Bei uns kennt man sie allerdings unter dem Namen Lemberger. Im Folgenden möchte ich Ihnen diese tiefdunkle, fruchtbetonte Rebsorte ein wenig näherbringen. Ich berichte Wissenswertes über Blaufränkisch Rotwein, seine Herkunft und Verbreitung sowie die entsprechenden Weine. Wo Sie dann den Blaufränkisch kaufen können und warum es interessant ist einen gereiften Blaufränkisch 2006 einmal mit einem jüngeren aus 2017 zu vergleichen erschließt sich dann von ganz allein. Wenn Sie später noch die richtigen Speisen dazu servieren können, weil Sie nach der Lektüre des Textes genauestens Bescheid wissen, geben Sie sich als wahrer Weinfreund zu erkennen - bleiben Sie neugierig…

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  1. Blaufränkisch Johanneshöhe
    2018
    2018
    Blaufränkisch Johanneshöhe
    trocken, Burgenland
    aromatisch & saftig
    10,75 €
    pro Flasche   (1L 14,33 € )
    inkl. MwSt. , zzgl. Versandkosten Sofort versandfertig, 1-3 Werktage

    Informationen zur Lebensmittel­kennzeichnung finden Sie hier.

  2. Leithaberg Blaufränkisch
    2015
    2015
    Leithaberg Blaufränkisch
    trocken, Burgenland
    aromatisch & saftig
    28,00 €
    pro Flasche   (1L 37,33 € )
    inkl. MwSt. , zzgl. Versandkosten Sofort versandfertig, 1-3 Werktage

    Informationen zur Lebensmittel­kennzeichnung finden Sie hier.

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Als der Blaufränkisch seinen Siegeszug antrat

Bereits im 18. Jahrhundert, vermutlich sogar noch davor, war die Rebsorte Blaufränkisch bekannt, deren Ursprung in der Steiermark vermutet wird. Zu dieser Zeit tummelten sich die Truppen Napoleons bereits in Ungarn. Sie fanden Gefallen an den üppigen Blaufränkisch Rotweinen. Seinerzeit waren unterschiedliche Franc-Noten im Umlauf: die wertwollen blauen Fancs sowie die weniger wertvollen roten. Napoleons Truppen wollten die ungarischen Winzer mit den minderwertigen roten Francs bezahlen. Diese aber wussten um den reduzierten Wert und ließen sich nicht beirren. Sie verlangten die blauen (kek) Francs (frank), woher der Legende nach der ungarische Name Kékfrankos stammt. Auch heute noch ist der Blaufränkisch in Ungarn sehr beliebt. Etwa 8.000 Hektar sind mit dieser roten Rebsorte bestockt.

1877 wurden Blaufränkisch Reben von Lemberg in der Untersteiermark, dem heutigen Slowenien, nach Deutschland geliefert. Seitdem ist die Rebsorte hier als „Lemberger“ bekannt. Ein weiterer Name in Deutschland für diese Rebsorte ist „Limberger“. Dieser Name ist hierzulande weniger geläufig, verweist aber ebenfalls auf seine österreichischen Wurzeln. Aus der Ortschaft Limberg in Niederösterreich gelangten wurzelechte Limberger Blaufränkisch Reben Ende des 19. Jahrhunderts nach Deutschland und wurden fortan nur einfach „Limberger“ genannt. Richtig heimisch ist der Lemberger etwa seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Seit 1875 heißt die natürliche Kreuzung aus Blauer Zimmettraube und Weißem Heunisch europaweit „Blaufränkisch“.

 

 

Das „Wie“ und „Wo“…

Weltweit finden wir heutzutage ca. 18.000 Hektar Rebflächen die mit Blaufränkisch bestockt sind. Davon befinden sich ca. 3.000 Hektar in Österreich und nur ca. 1.900 Hektar Lemberger in Deutschland.

Die rote Rebsorte bevorzugt warme Lagen in mildem Klima, möglichst windgeschützt. Da der Blaufränkisch eine spät reifende Sorte ist, braucht sie jeden Sonnenstrahl, den sie bekommen kann. Winterfröste machen ihr nicht viel aus, aber die Spätfröste sind gefährlich für sie, da der Blaufränkisch früh austreibt. Am liebsten treibt der Blaufränkisch oder Lemberger seine Wurzeln in Lehm-, Sand-, Kalk-, sowie Verwitterungsböden.

In Deutschland spielt der Lemberger nicht die größte Rolle, wenngleich die Anbaufläche in den letzten Jahren langsam gestiegen ist, hauptsächlich in Württemberg. In diesem Anbaugebiet ist die Rebsorte deutschlandweit am bedeutendsten. Kleinere Menge werden von der Rotweinsorte noch in der Pfalz sowie Rheinhessen angebaut. Seit dem Jahr 2000 ist die Bezeichnung „Blaufränkisch“ für das Anbaugebiet Franken zugelassen.

Für unsere österreichischen Nachbarn ist der Blaufränkisch von weitaus größerer Bedeutung als für uns. Hier ist sie die zweitstärkste Anbausorte nach dem Zweigelt. 94 % der österreichischen Blaufränkisch Weinberge befinden sich im Burgenland, präziser gesagt, im Mittelburgenland. Daher hat diese Region auch ihren Spitznamen Blaufränkischland. Seit 2006 besitzt das Mittelburgenland den DAC-Status. Reinsortig oder als Cuvée-Partner für Rebsorten wie z. B. Zweigelt, Pinot Noir, Portugieser sowie Cabernet Franc, ist dieser Status ein Garant für sehr gute Weine. Probieren Sie auch die Winzer Weine vom Neusiedlersee, eine tolle Ergänzung!

Weitere, für den Blaufränkisch wichtige Anbauflächen in Österreich, sind Leithaberg (am Leithagebirge liegend), das Südburgenland am Eisenberg und das Weinanbaugebiet Carnuntum.

 

 

Unterschiedliche Anbaugebiete – unterschiedliche Weine

Na klar, wer von Ihnen sich bereits ein wenig mehr mit dem Thema Wein auseinandergesetzt hat weiß, dass auch Mikroklima und Bodenbeschaffenheit eine große Rolle bei der Weinbereitung spielen. Blaufränkisch Weine aus dem burgenländischen Seewinkel ergeben warmfruchtige Rotweine. Dahingegen sorgt der Kalk- und Schieferboden im nordburgenländischen Leithagebirge, im südburgenländischen Eisengebirge sowie der Bereich am Spitzerberg im Weinbaugebiet Carnuntum für sehr mineralisch geprägte Weine. Im Blaufränkischland (dem Mittelburgenland DAC) sind die Böden durch schweren Lehm geprägt, was wiederum kräftige Weine hervorbringt.

 

 

Blaufränkisch Rotweine– Genuss zu Genuss

Je nach Erntezeitpunkt können die kleinen Beeren in lockerer Traube zu leichten, fruchtigen Rotweinen werden oder zu tanninreichen Rotweinen mit intensiver roter Farbe. Die dicke Beerenhaut hilft bei der Anreicherung der Tannine. Gerne werden die Rotweine in großen Holzfässern, mehr und mehr auch in Barriques, ausgebaut. Durch den hohen Gerbstoffgehalt sowie der kräftigen Säure bekommen die Rotweine eine hohe Lagerfähigkeit. Während Blaufränkisch Weine in ihren jungen, rebellischen Jahren noch ruppig und kantig schmecken können, gewinnen sie durch die Lagerung und Reife an Weichheit und Samtigkeit dazu. Als Verschnittpartner ist der Blaufränkisch für Sorten, wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Trollinger sowie Spätburgunder, Cabernet Franc oder auch Syrah sehr beliebt, denn er verhilft mit seiner Fruchtfülle zu mehr Komplexität und Vollmundigkeit. Weine mit Blaufränkisch werden kraftvoller, eleganter sowie komplexer. Mit seinen Aromen nach Kirschen, Waldbeeren, Holunder, Pflaume sowie leichtem „Pfefferl“ im Bukett ist er ein fantastischer Speisenbegleiter zu Wildgerichten, Gemüsegerichten mit vielen Kräutern sowie Nudeln; zu pikanten Käsesorten, zu dunkler Schokolade sowie zu Fleisch vom Grill, Terrinen und Pasteten.

 

Blaufränkisch, alias…

… der Blaufränkisch hat neben Lemberger und Limberger viele weitere Namen. Alle zu nennen wäre sicherlich ein wenig langweilig zu lesen. Deshalb hier nur die bekanntesten Synonyme: Blaue Fränkische, Blauer Limburger, Kekfrankos, Blaufränkische, Burgunder, Fränkische Schwarze, Franconia Nera, Grossburgunder, Jubiläumsrebe, Mährische Traube, Portugieser Rother, Schwarz Limberger, Schwarze Fränkische, Schwarzer Burgunder, Spätschwarzer, Gamay Noire.

 

 

Probieren geht über Studieren

Da kann man so viel lesen wie man möchte, ob einem ein Wein wirklich zusagt weiß man erst, wenn man ihn probiert hat. Zu diesem Zweck haben wir eine ganze Reihe an Weinpaketen für Entdecker zu Vorteilspreisen zusammengestellt. Für das Thema „Blaufränkisch“ wäre unser Paket „Rotwein aus Österreich“ genau richtig. Mit diesem Paket bekommen Sie drei Weine vom prämierten Weingut Prieler, einem leidenschaftlichen Winzer aus dem Burgenland:

  1. 2017 Blaufränkisch Johanneshöhe. Ein Schoppenwein mit einem fruchtigen Bukett nach Brombeeren und Pfeffer, saftig und mineralisch aus dem großen Holzfass. Er schmeckt besonders gut zur deftigen, regionalen Küche, zu dunklem Fleisch, Pasta & Pizza.
  2. 2015 Leithaberg Blaufränkisch DAC. Mit seinem reifen Bukett nach dunklen Beeren und seiner Komplexität am Gaumen passt dieser Wein aus dem großen Holzfass zu Entrecôte, Rinderfilet sowie Wildgeflügel. Auf der Zunge schmeckt man seine salzige Mineralität.
  3. 2006 Schützner Stein, Cuvée aus Blaufränkisch & Merlot. Hier haben wir eine gereifte Version aus dem Barrique, da kommt schon etwas mehr „Wumms“ auf Sie zu. Das Bukett ist würzig mit dunklen Waldbeeren Aromen. Am Gaumen gibt er sich stoffig, schokoladig und finessenreich und ist daher eine gute Wahl zu festlichen Anlässen sowie als opulenter Kaminwein. Als Speisenbegleiter passt er zu Braten- sowie Wildgerichten, zu Wildgeflügel, Roastbeef, Châteaubriand, zu Käsesorten wie Gruyère, Tilsiter sowie reifem Brie.

 

            

             

 

            

 

 

Deutschland zieht nach

Nachdem Sie nun die österreichischen Blaufränkisch Rotweine probiert haben, sollten Sie auch unseren Lemberger probieren. Mit unserem Weinpaket für Entdecker „Württembergs Best“ bekommen Sie sechs ausgesuchte Weine aus dem Anbaugebiet Württemberg. Eine erlesene Auswahl an Lemberger, Samtrot, Trollinger sowie Lemberger & Trollinger als Cuvée. Freuen Sie sich auf spannende Weine – Lieblinge vom Weingut!

 

 

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