Südtirol unterteilt sich in unterschiedliche Regionen. Das Südtiroler Unterland umfasst eine Fläche von 1.872 Hektar und besteht zwischen Tramin und Kurtatsch aus Kalk- und Dolomitgestein vermengt mit lehmigem Schutt. Ganz im Süden wird der Weinbau auf sandhaltigem Mergel betrieben. Hier ist die Verteilung von Rot- und Weißweinen exakt wie im Großbereich Südtirol, nämlich 66 % Weißwein zu 34 % Rotwein. Die wichtigsten Weinsorten in diesem Bereich sind Pinot Grigio, Chardonnay (Burgum Novum Riserva DOC), Vernatsch, Gewürztraminer und Blauburgunder. Hier befindet sich auch das Weingut Castelfeder in Kurtinig. Das Klima ist hier warm und mild und wird vom Wetter am Gardasee maßgeblich beeinflusst. Das Gebiet erstreckt sich von Margreid im Norden bis Salurn im Süden.
Die 1.682 Hektar des Bereiches Überetsch bestehen westlich der Etsch zum größten Teil aus Kalk- und Porphyrgestein und bei Girlan aus sauren Moränenböden. Es werden zu 56 % Weißweine und zu 44 % Rotwein angebaut. Hier sind Vernatsch, Weißburguinder, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer die wichtigsten Sorten. Das Gebiet ist hier wunderschön: es gibt prächtige Weingüter zu besichtigen und Wanderungen in den geschwungenen Weinfeldern ist eine wahre Freude. Das Herz der Gegend bildet der Kalterersee. Auch die Weine sind ein Hochgenuss. Die Winzer begannen schon früh ihr Qualitätsmanagement zu optimieren und eine tolle Sortenvielfalt anzubauen.
Zwischen Etsch und Eisack befindet sich ein breiter, sonnenverwöhnter Talkessel mit Temperaturen von bis zu 40°C. Diese Region gehört zum Bereich Bozen und Umgebung. Der Boden, vorwiegend Porphyr, in Hanglagen gut durchlüftete Schotterböden, Schwemmböden im Tal wird hier hauptsächlich mit Rotwein bestückt (63 %). Die wichtigsten Rebsorten sind Vernatsch, Lagrein, Gewürztraminer und Weißburgunder.
Das Mittlere Etschtal mit 264 Hektar Rebflächen erstreckt sich von Bozen bis Meran und besteht aus einer rötlichen Porphytunterlage; in Nals und Andrian aus wasserdurchlässigem Kalkstein. Das Zentrum dieser Region bilden die Orte Terlan, Nals und Andrian. Zu 71 % Weißwein und 29 % Rotwein werden hier die Reben angebaut. Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Vernatsch und Lagrein (z. B. Klassik DOC von Nals Margreid) sind die wichtigsten Sorten. Die Reben müssen in diesem wärmespeichernden Boden tief wurzeln, um an Wasser zu gelangen. Dem Wein kommt das zugute, denn vor allem die Weißweine sind mineralisch, gut strukturiert und finessenreich.
Nicht viel größer als das Mittlere Etschtal ist Meran und Umgebung mit seinen 393 Hektar. Auf den Verwitterungsböden mit hohem Kiesanteil an den Hängen und sandigen Anteilen in der Talsohle ist der Anteil an Weiß- und Rotweine beinahe ausgeglichen (46 % / 54 %). In diesem milden und ausgeglichenen klimatischen Gebiet sind Vernatsch, Blauburgunder, Weißburgunder und Sauvignon die wichtigsten Sorten. Das kleinste Gebiet ist Vinschgau mit 76 Hektar. Der Boden ist hier karg und sandig und besteht hauptsächlich aus verwittertem Schiefer und Gneis. Die Verteilung Rotwein zu Weißwein ist wie in Meran und Umgebung, allerdings variiert ein wenig die Gewichtung der Sorten: Riesling, Weißburgunder, Blauburgunder und Vernatsch bilden hier die Vorhut. Hier findet Weinbau in kühlem Klima statt, eine kleine Insel für Weinbau inmitten einer Alpenlandschaft. Pro Jahr und Quadratmeter fallen hier nur ca. 500 ml. Regen. Die Weube werden jedoch sehr filigran.
Das letzte Gebiet ist das Eisacktal – 397 Hektar verwitterter Glimmerschiefer und sandige Schotterböden, ideal für den Anbau von Weißweinen, die hier mit 91 % auch die dominanten Sorten bilden: Müller-Thurgau, Silvaner, Kerner und Gewürztraminer. Das Eisacktal bildet zugleich das nördlichste Anbaugebiet Italiens und befindet sich in alpiner Landschaft. Die Weine sind rassig und stark und vor allem die Weißweine sind frisch und mineralisch und von internationalem Format.