Weine aus Neuseeland

Die junge Weinnation „Down Under“

Obwohl Neuseeland mit seiner erst 200 Jahre alten Weinkultur noch im Grundschulalter steckt, wird der Weinbau für die Wirtschaft im Land immer bedeutender. Dabei hat vor allem der Sauvignon Blanc, mit seinem Anteil von über 50 % an der Gesamt-Rebfläche, die wichtigste Rolle inne. Weinbau wird sowohl auf der Nord- als auch auf der Südinsel betrieben. Dabei ist sicherlich das Gebiet „Marborough“ auf der Südinsel das Bekannteste – und mit seinem Anteil von ca. 80 % an der Gesamt-Rebfläche des Landes auch das Größte.

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Wie alles begann – Die Geschichte des Weinbaus in Neuseeland

Neuseeland – die junge Weinnation Down Under. Obwohl Weinbau in Neuseeland erst seit 200 Jahren betrieben wird, wird dieser Wirtschaftszweig für den Export des Landes immer wichtiger. Mit einer bewirtschafteten Rebfläche von ca. 36.000 Hektar belegt die Weinbranche im neuseeländischen Export den 8. Platz, mit stark steigender Tendenz, was die Menge betrifft. Die Hauptexportländer sind Großbritannien, Australien, Vereinigte Staaten und Kanada. Obwohl 2002 die „New Zealand Winegrowers“ gegründet wurden, ist die genaue Zahl der Weinproduzenten nicht bekannt, denn ein Beitritt ist keine Pflicht.

Die wichtigste Rebsorte des Landes ist der Sauvignon Blanc mit einem Anteil über 50 % an der Gesamtrebfläche, gefolgt von Pinot Noir und Chardonnay.

Von damals bis heute – Die Entwicklung des Weinbaus

Den Anfang fand der Weinbau in der Kolonialzeit vor etwa 200 Jahren. Der anglikanische Missionar Samuel Marsden setzte die ersten Reben in Kerikeri. Fast zeitgleich pflanzte der damalige Superintendent für Landwirtschaft, Charles Gordon, seine Reben in Rangihona und Waitangi.

1833 nahm James Busbay Rebstöcke von seinem familieneigenen Weingut „Hunter Valley“ in New South Wales mit nach Waitangi und legte hier seinen eigenen Weinberg an. Er machte seine Ausbildung in Bordeaux und schrieb einige Bücher über den Weinbau, womit er sich als erster professioneller Weinbauer Neuseelands etablierte.

In den Folgejahren wurde den Weinproduzenten das Geschäft durch obskure Gesetze und massive Abstinenzbewegungen erschwert. Die Upper Class organisierte sich gegen den zunehmenden Alkoholkonsum, genoss aber ihrerseits weiterhin Portwein und Sherry.

Der Verkauf von alkoholischen Getränken wurde in einigen Gebieten sogar gänzlich verboten. Seit 1917 durften nicht einmal mehr Restaurants Weine verkaufen. Nur in Hotels konnte man noch kleine Weinmengen erwerben. Dieses Verbot wurde erst 1960 für die Restaurants aufgehoben und seit 1990 kann Wein auch in Supermärkten erworben werden.

Seit den 80er Jahren wurden Weinreben aus Europa importiert, hauptsächlich Müller-Thurgau, der allerdings heute eine eher geringe Rolle im neuseeländischen Weinbau spielt. Später folgten auch Sorten wie: Chardonnay und Sauvignon Blanc, der heute die Hauptrebsorte darstellt.

Der Weinbau begann auf der subtropischen Nordinsel, bevor er auch auf die Südinsel, mit ihrem gemäßigten Klima ausgeweitet wurde. In jüngster Zeit wird dem professionellen Weinbau in Neuseeland mehr Aufmerksamkeit gewidmet, damit zukünftig konkurrenzfähige Weinqualitäten für den Weltmarkt produziert werden können. Hierfür suchen Fachleute die besten Plätze für neue Weinberge nach Bodenbeschaffenheit und Klima aus.

Die Regionen und ihre Bedeutung

Neuseeland teilt sich auf in die Nord- und Südinsel. Diese sind jeweils aufgeteilt in sechs Weinbauregionen.

NORDINSEL

Northland:

Diese Region befindet sich an der äußersten Nordspitze der Insel. Mit der Gründung der „Northland Wine Growers Association“ 2007 wurde der Grundstein für eine stark wachsende Weinindustrie gelegt. In der überwiegend hügeligen Landschaft herrscht ein subtropisches Klima mit milden Wintern und feuchtwarmen Sommern.

Die Hauptrebsorten sind bei den Weißen: Chardonnay, Pinot Gris und Viognier. Bei den Roten: Syrah, Pinotage und Chambourcin.

Auckland:

Im Distrikt Auckland herrscht subtropisch-ozeanisches Klima mit warmen Sommern und kühlen, feuchten Wintern. Die Böden hier sind vulkanischen Ursprungs. In den wichtigsten Anbaugebieten Henderson, Kumeo, Huapai, Waiheke Island, Matakana und Clevedon werden hauptsächlich die Sorten Chardonnay und Pinot Gris angebaut. Bei den Roten sind es Merlot, Pinot Noir, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon.

Bay of Plenty + Waikato:

Auf kleinen Flächen werden hier die Sorten Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc und Chardonnay angebaut. Die Region hat aber für den neuseeländischen Weinbau keine Bedeutung.

Gisborne:

In dieser Region ist das Klima subtropisch geprägt, mit feuchtwarmen Sommern und milden Wintern. Die Hauptanbausorten im Weißweinbereich sind Chardonnay, Gewürztraminer, Viognier, Pinot Gris und Chenin Blanc. Im Rotweinbereich sind es Merlot, Malbec und Pinotage.

Hawke`s Bay:

Hawke`s Bay ist die älteste sowie zweitgrößte Weinregion Neuseelands und an der Ostküste gelegen. Mit den roten Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah werden hier 80 % des neuseeländischen Rotweins erzeugt. Der Rest ist ein bisschen Chardonnay. Das Klima ist eher wechselhaft, zwischen Sonne, Regen und auch bei den Temperaturen.

Wairarapa:

In beinahe europäischem Klima, am Südzipfel der Insel, werden hier Cabernet Sauvignon und Pinot Noir angebaut. Die Hauptgebiete befinden sich rund um die Städte Masterton, Gladstone und Martinborough.

SÜDINSEL

Marlborough:

Mit einer bestockten Rebfläche von ca. 24.000 Hektar und einem Anteil von 80 % an der gesamten Weinproduktion des Landes, ist Marlborough das größte Weinanbaugebiet Neuseelands. Hier, im Nordosten der Insel, findet der Weinbau in der Ebene des Wairau Rivers, im Wairau Valley, statt. Weitere wichtige Gebiete sind Fairhall, Hawkesbury und Waihopai. Bei viel Sonne und Wind werden Sauvignon Blanc und Pinot Noir angebaut, z. B. der Stoneburn Sauvignon Blanc von Hunter`s Wines.

Nelson:

Nelson ist ein minikleines Gebiet an der Nordbucht, der Tasman Bay und gehört zu den sonnenreichsten Gebieten Neuseelands. Auf nur ca. 820 Hektar wachsen hier Weißweinsorten, wie Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Gris und Riesling und die Rotweinsorte Pinot Noir.

Canterbury:

Spätestens seit dem Erdbeben vor einigen Jahren ist Canterburys Hauptstadt Christchurch bekannt. Das viertgrößte Anbaugebiet Neuseelands ist ein großes Gebiet an der Ostküste und grenzt an den Pazifik. Das Klima und die Landschaft sind hier recht unterschiedlich. Während im Westen das Klima durch die alpine Berglandschaft geprägt ist, herrschen im Osten hohe Temperaturen mit wenig Niederschlägen in den weiten Ebenen. Angebaut werden hauptsächlich Sauvignon Blanc und Pinot Noir.

Waipara Valley:

Mit einer Fläche von ca. 1.200 Hektar Reben und gut 80 Weinbergen zählt das Waipara Valley zu dem am schnellsten wachsenden Anbaugebiet Neuseelands. Die regionale Spezialität ist der Riesling, gefolgt von Pinot Gris, Chardonnay und dem Sauvignon Blanc. An Rotwein ist es wieder der Pinot Noir, der hier seine Rebfläche findet.

Waitaki Valley:

Waitaki Valley ist die jüngste Weinregion des Landes und befindet sich in der Grenzregion zwischen Otago und Canterbury. Hier wird vorrangig Pinot Noir angebaut, gefolgt von den weißen Sorten Pinot Gris, Riesling und Gewürztraminer.

Central Otago:

Neuseelands höchstgelegene Weinregion gilt als Ökoregion des Landes und stellt weltweit die südlichste Weinregion dar. Dadurch, dass das Gebiet von Bergen umgeben ist, stellt es zugleich die regenärmste Region mit warmen, trockenen Sommern und kalten, schneereichen Wintern. 80 % der Weinfläche ist mit Pinot Noir bestückt, der Rest sind Pinot Gris, Riesling und Chardonnay.

Die Rebsorten: weiß oder rot?

Neuseeland ist ein junges Weinland, in dem zu 80 % Weißweine und nur zu 20 % Rotweine angebaut werden.

Die Hauptsorte ist dabei mit einem Anteil von fast 60 % der Sauvignon Blanc, gefolgt von Chardonnay (10 %). Ferner: Grauburgunder, Riesling, Gewürztraminer, Viognier, Sémillon, Sauvignon Gris, Muskateller und Chenin Blanc.

Bei den Rotweinsorten dominiert der Pinot Noir mit einem Anteil von ca. 15 %. Ferner: Merlot, Syrah, Cabernet Sauvignon, Malbec, Cabernet Franc und Pinotage. 

Welche Qualitätsstufen gibt es in Neuseeland?

In Neuseeland herrschen ähnliche Weinvorgaben wie in Australien, allerdings wurde ein Weingesetz bisher sehr vernachlässigt. Nur der freie Verkauf von Weinen wurde kontrolliert.

Verlangt werden bis heute lediglich, dass die Rebsorte und der Jahrgang korrekt ausgewiesen werden (75 % Regel).

Eine Regelung über die Herkunft der Weine gibt es bislang nicht. Hier muss sich der Verbraucher auf die Angaben der Hersteller verlassen.

 

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