Woher stammt der Riesling?

Wer Riesling hört, wird wohl gleich an Deutschland denken, gilt doch diese Traubensorte als „typisch deutsch“. Das kommt nicht von ungefähr, denn von den weltweit angebauten Riesling-Weinbergen stehen fast die Hälfte in Deutschland. Auf fast 24.000 Hektar Rebflächen werden die Trauben hierzulande angebaut. Dabei sind die wichtigsten Anbaugebiete Mosel, Pfalz, Rheinhessen, Württemberg und Baden. Und nur in Baden darf der Riesling auch Klingelberger genannt werden.

Die besonderen genetischen Merkmale des Rieslings zeigen große Gemeinsamkeiten mit Wildreben auf. Bereits im 15. Jahrhundert war die Riesling-Rebe bekannt. Die wohl längste Anbautradition hat die Rebe im Rheingau, wo noch heute das Weingut Künstler hoch prämierte Riesling-Weine in sämtlichen Qualitätsstufen, aber besonders als Große Gewächse, ausbaut. Besonders prädestiniert für den Anbau von Riesling-Reben ist auch die Mosel mit ihren Steilhängen. Das Weingut Markus Molitor ist hier das international hoch prämierte Aushängeschild der Region mit seinen Spätlesen, Auslesen, Beerenauslesen und Eisweinen. Später trat der Riesling seinen Siegeszug auch in der Pfalz und in Rheinhessen an.

Wie wird der Riesling angebaut? Wie schmeckt er?

Der langsam reifende Riesling stellt keine hohen Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens, jedoch ist er sehr wählerisch was seine Lage betrifft. So bevorzugt die Riesling-Rebe sonnige Steillagen, die die Wärme im Boden speichern können. Unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten ergeben unterschiedliche Geschmacksnuancen im Wein.

Der Riesling ist eine recht säurebetonte Rebsorte, die sich zum Ausbau für sämtliche Geschmacksrichtungen über alle Qualitätsstufen hinweg eignet. Besonders schmackhaft ist der Riesling als restsüßer Wein, der den hohen Säuregehalt durch den Zucker kompensiert und harmoniert.

Die Farbe der Riesling-Weine changiert von einem hellen Gelbton bis hin zu grünlichen Reflexen. Durch seine Säure hat der Riesling ein frisches Bukett vorrangig nach Weinbergpfirsich, Aprikose und Apfel. Seine rassige Säure ist schmeckbar und Moselweine haben durch ihre Schieferböden zudem eine feine mineralische Note. Durch die feine –dem Riesling eigene - Säure eignet er sich hervorragend für die Sektproduktion. Edelsüße Rieslinge aus Deutschland sind international sehr erfolgreich. Sie sind lange lagerfähig und werden mit den Jahren immer harmonischer.

Zu welchen Anlässen oder Speisen passt ein Riesling?

Junge Riesling-Weine mit wenig Alkohol sind frische, spritzige Sommerweine, die einen Tag oder einen Abend auf der Terrasse versüßen können. Reifere Rieslinge –trocken oder halbtrocken- sind hervorragende Speisenbegleiter zu Fisch, hellem Fleisch und Geflügel. Fruchtige Süßweine wie zum Beispiel Spätlesen passen zu Käse und Desserts während edelsüße Auslesen oder Beerenauslesen nicht nur zu Desserts passen, sondern auch gerne als Aperitif getrunken werden.

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Bild: Deutsches Weininistitut (DWI)